Trockenfrüchte – ein gesunder Snack für zwischendurch.

In der Früchtewelt sind Trockenfrüchte die größten Energielieferanten und enthalten fast alle Stoffe, die ein Mensch täglich benötigt. Meist haben sie bereits eine lange Reise hinter sich, bevor sie ihren Platz in den Supermarkt-Regalen einnehmen. So kommen beispielsweise getrocknete Feigen oder Aprikosen aus der Türkei, Goji Beeren aus der China oder Ananas und Mango aus Afrika.

Trockenfrüchte haben eine lange Tradition. Ihre Geschichte begann im Nahen Osten. Ohne getrocknete Datteln, Rosinen oder Feigen hätten damals die Karawanen niemals die Wüste durchqueren können. Sie waren eine essenzielle Energiequelle. Traditionell spielen Trockenfrüchte auch bei uns eine große Rolle, vor allem in der Weihnachtszeit. Denn diese Vitalstoffbombe ist ein wichtiger Bestandteil der Weihnachtsbäckerei und dürfen weder in Christstollen oder in Früchtebrot fehlen.

Trockenfrüchte – die Beliebtheit wird immer größer.

Immer häufiger werden Trockenfrüchte in der deutschen Küche verwendet, sie es zum Süßen von Speisen oder als Dekoration. Nicht zuletzt, weil man mehr über die positive Wirkung auf die Gesundheit erfahren hat. Getrocknete Früchte sind neben frischen Obst die natürlichste Nascherei. Durch die Trocknung werden viele Vitalstoffe der Früchte sechs- bis achtfach konzentriert. Sie sind deshalb nicht nur unter kulinarischen, sondern auch unter ernährungsphysiologischen Aspekten äußerst empfehlenswert. Inzwischen findet man auch in den Supermärkten eine riesige Auswahl an Trockenfrüchten. Sie es Feigen, Aprikosen, Äpfel, Birnen, Pflaumen oder Rosinen – es ist wirklich für jeden etwas Köstliches dabei. Doch auch exotische Allrounder sind es wert, probiert zu werden.

Trockenfrüchte – die Herstellung.

Das Trocknen von Nahrungsmitteln ist eines der ältesten Konservierungsmethoden der Menschheit. Über Jahrhunderte hinweg war es die einzige Möglichkeit, Obst, Gemüse, Fleisch etc. auch für die Wintermonate haltbar zu machen. Durch die Konservierung wird den Früchten und Co. das Wasser entzogen. Trockenobst kann auf unterschiedlichste Art und Weise produziert werden. Die gängigsten Methoden jedoch sind Tunneltrocknung, Ofentrocknung, Sonnentrocknung oder Dörren. Letzteres ist die schonendste Art, um Trockenfrüchte, herzustellen. In südlichen Ländern werden die Früchte heute noch teilweise an der Sonne getrocknet. Hitzeempfindliche Vitamine, wie zum Beispiel Vitamin C geht zum Teil bei der Trocknung verloren, doch dafür bleiben reichlich andere Vitalstoffe in größeren Mengen vorhanden.

Meine Empfehlung für Dich

Hast Du jetzt Hunger auf Trockenfrüchte bekommen? Falls Du Dich schon auf den Weg zum Supermarkt gemacht hast, so empfehle ich Dir die ungeschwefelte und ungezuckerte Variante in Bio- und Rohkostqualität. Solltest Du nicht fündig geworden sein, kann ich Dir den Onlineshop von snack-mich.de weiterempfehlen. Dort findest Du eine große Auswahl an köstlichen Trockenfrüchten in Bio- und Rohkostqualität. Laut der Hersteller-Webseite werden die Früchte weder geschwefelt, noch zusätzlich gezuckert. Darüber hinaus sollen die Trockenfrüchte von Snack Mich bis zu 80 Prozent weniger Fruchtzucker enthalten als die herkömmliche Supermarkt-Ware.

Birke – ein beliebter Baum mit vielen Legenden.

Die Birke ist ein Symbol des Frühlings und der jungen Mädchen. Die von der Axt verletzte Birke jammert und weint wie ein menschliches Wesen. Damit Kohl nicht von Erdflöhen befallen wird, steckt man Maien, das sind Birkenreiser, über die der Segen gesprochen wurde, ins Kohlfeld. Zum gleichen Zweck wird der Kohl mit Birkenruten geschlagen. Gegen Warzen bricht man von einer Birke neun kleine Zweige und schlägt damit die Warzen, wenn es zur Kirche läutet. Mit einem Holzsplitter von der Fronleichnamsprozession stochert man in einem schmerzenden Zahn und vergräbt den Splitter am Kreuzweg.

Um verlorene Manneskraft wiederzuerlangen, uriniert man auf einen Kranz auf Birkenzweigen. Drei vor dem Johannistag geholte Birkenzweige, von denen der erste seine Rinde behält. Der zweite halb und der dritte ganz geschält ist, werden unter ein Kopfkissen gelegt. Ein heiratswilliges Mädchen soll blind ein Reis ziehen. Je nachdem, welchen Zweig sie auswählt, wird sie einen reichen, einen mäßig bemittelten oder einen armen Mann heiraten.

Birke – seine Identität.

Die Birke gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae) und ist ein mehrjähriger Baum, welcher eine Wuchshöhe bis zu 20 Metern erreichen kann. Die Birke mag jede Bodenqualität, auch in kalten Lagen, Sonne oder Halbschatten. Die Birke geht verschwenderisch mit ihren Pollen um, das bekommen vor allem Pollenallergiker zu spüren.

Birke – die Ernte und Verwendung.

Die Birke ist ein wichtiger und milder Speiselaubbaum für Salate, Gemüse und Getränke. Der Geschmack der Blätter ist matt-neutral, der Stammsaft schmeckt wässrig-süß und die Blüten mehlartig-streng. Die Hänge-Birke ist die verbreitetste und am häufigsten genutzte Birke. Im Geschmack sind sie jedoch alle sehr ähnlich. Nutzt man das zarte hellgrüne Frühjahrs-Laub, sollten die Stiele noch so weich sein, dass sie mit den Fingern zerrieben werden können.

Die faserarmen und eiweißreichen Blätter schmecken in Salaten und können auch als Sauerkraut eingelegt werden. Die Leitungsbahnen der Birke enthalten einen zuckerhaltigen Saft, der von März bis April durch Anbohren der Ringe ins Holz geerntet werden kann. Achtung: Übermäßige Rindenverletzungen können dem Baum erheblichen Schaden zufügen. Ein erwachsener Baum kann mehrere Liter Saft am Tag abgeben. Die zarte, innensitzende Rindenschicht unter der weiß-schwarzen Borke kann vor allem von März bis Mai als Streckmehl für Gebäck und als Brotteigbeigabe zu Hausbrot oder Knäckebrot genutzt werden.

Birke – seine Heilkräfte auf die Gesundheit.

Arzneilich werden die getrockneten Blätter verwendet. Sie enthalten Flavonoide, Gerbstoffe, ätherisches Öl, Bitterstoffe, Vitamin C, Harz und Saponine. Die Anwendung erfolgt in Form eines Teeaufgusses zur Entwässerung bei entzündlichen Erkrankungen der Niere und Blase. Volksmedizinische Anwendung bei Gicht, Rheuma und anderen Stoffwechselerkrankungen. In Einzelfällen kann es durch eine Teekur mit Birkenblättern sogar zur Auflösung von Nierensteinen kommen. Bei hartnäckigen Hauterkrankungen kann man den Aufguss sowohl trinken als auch für Waschungen und Bäder verwenden.

Abkochungen aus der Birkenrinde eignen sich ebenfalls ausgezeichnet für die äußerliche Anwendung bei schweren Hauterkrankungen. Neben den Blättern und der Rinde ist auch der im Frühjahr gewonnene Saft in vielerlei Hinsicht innerlich und äußerlich wirksam und wird z.B. für Frühjahrskuren und zur Behandlung der Haare eingesetzt. Birkenkohle ist bei Durchfall hilfreich, weil sie Flüssigkeit und Schadstoffe im Darm bindet. Birkenteer, der aus Birkenholz, Rinde und Wurzeln destillativ gewonnen wird, hilft gegen chronische Hauterkrankungen. Er darf aber nur verdünnt und in kleinen Mengen angewandt werden.

Birkenhaarwasser

2 Handvoll junge Birkenblätter mit je 2 EL Brennnesselblättern und –wurzeln und je 1 EL Kapuzinerkresseblüten, -blättern und Rosmarinblättern mischen. Schneiden Sie die Kräuter klein, füllen Sie sie in ein großes Weißglas und übergießen Sie sie bis an den Rand mit einer Mischung aus 500 ml Essig und 500 ml Korn. Kassen Sie den Sud 3 Wochen lang stehen, gießen ihn danach ab und reiben mit der Mischung regelmäßig die Kopfhaut ein, das fördert gesunden Haarwuchs.

Birkenblättertee
1 EL Birkenblätter mit 1 Tasse kochendem Wasser überbrühen, 15 Minuten ziehen lassen und abgießen. Trinken Sie 3 Wochen lang 3-mal täglich 1 Tasse ungesüßt nach den Mahlzeiten.

Borretsch – eine Heilpflanze mit vielen Bräuchen.

Borretsch ist ein Symbol für hohe Qualitäten, die sich hinter Unscheinbarkeit verbergen. Schon der keltische Wortstamm borrach = Mut, sagt viel über die Pflanze aus, die ab dem Mittelalter das Wesen der Jungfrau Maria verkörperte, also die Sanftheit, gepaart mit großer innerer Kraft. Borretsch ist das bekannteste magische Herzkraut. Schon im Altertum sagte Plinius, es mache alle Menschen glücklich und zufrieden. Trinkgläser, die mit kleinen Borretschzweigen verziert sind, sichern den Erfolg eines Abends mit Gästen und sind uralter Brauch. Borretschzweige in den Schultaschen der Kinder bewirken besseren Schulerfolg. Die Elfen der Pflanze sollen dem in Melancholie und Schwermut versunkenen menschlichen Gemüt Kraft geben. Einem durch Fasten und Abstinez sensibilisierten Pflanzensammler wird die besondere Ausstrahlung der Pflanze auffallen.

Borretsch – seine Identität.

Der Borretsch auch Brunelle, Halskraut oder auch Gottheil genannt gehört zur Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae) und erreicht eine Wuchshöhe bis zu 80 cm und mag einen feuchten Lehmboden im Halbschatten der Sonne. Der fleischige Stängel der Pflanze wächst aufrecht und ist behaart. Die unteren Blätter der Pflanze sind gestielt und die oberen sind sitzend angeordnet. Die blaue Blütenkrone lässt sich leicht vom Kelch abziehen. Die ausgewilderte Pflanze gibt es bisweilen auf Ödland, ansonsten ist es eine Gartenpflanze.

Borretsch – Ernte und Verwendungsmöglichkeiten.

Die Blätter und Triebspitzen nutze man bisher von April bis August kurz gebraten in Bratlingen als Würze zu Eierspeisen. Die Blüten wurden von Mai bis September in Salat- und Rohkostspeisen serviert. Blätter und Blüten werden in Lagen im Schatten getrocknet und getrennt gelagert. Blüten in Glasgefäßen, Blätter in Papier- oder Stoffsäcken.

Borretsch – seine Wirkung als Heilpflanze.

Ein sehr bekanntes Wild- und Gartenkraut. Es enthält jedoch Alkaloide, die mittlerweile als lebertoxisch eingestuft wurden. Medizinisch verwendet wird heute das Öl aus den Samen. Es weist einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren auf, enthält Gerb- und Schleimstoffe und wird innerlich bei Neurodermitis eingesetzt. Außerdem hilft es bei Gelenkerkrankungen, bei Erkältungskrankheiten und bei Erkrankungen der Niere und Blase. Das Kraut enthält Kieselsäure, Schleim- und Gerbstoffe und geringe Mengen Pyrrolizidinalkaloide. Daher wird es heute nicht mehr medizinisch eingesetzt. In der Volksheilkunde verwendete man die Pflanze bei entzündlichen Prozessen in den Venen, bei Erkrankungen der Brust und des Bauchfells.  Außerdem ist Borretsch gut für trockene und empfindliche Haut. Ein starker Aufguss eignet sich als Zugabe zu Feuchtigkeitscremen oder als Gesichtswasser bei trockener Haut.

Borretsch-Weintinktur
1 Teil Blüten werden in 10 Teilen Weißwein fünf Tage lang angesetzt. Man seiht ab und trinkt 2 bis 3 Likörgläschen pro Tag.

Gegen Zahnweh
Kauen Sie frisches Borretsch Kraut (Saft nicht hinunterschlucken, sondern ausspucken).

Blutweiderich – seine Geschichte und Bräuche.

Blutweiderich steht in naher Beziehung zu den Sonnwendkulten. Nach einer Sage ist Blutweiderich in dem Kerker, in dem Johannes der Täufer enthauptet wurde, aus dessen Blut entstanden. In manchen Gegenden wurde er als Greinkraut bezeichnet, weil man mit Familienmitgliedern in Streit geriet, wenn man ihn in Haus brachte. Angeblich lebt ein Kobold in der Pflanze. Bei Ochsen hatte er eine gegenteilige Wirkung, denn diese wurden, hängte man ihnen einen Blutweiderichkranz um, willig und zahm. Ein weitverbreitetes Mittel war es, die Pflanze an frische Wunden zu halten bzw. die Wunden mit dem Kraut abzudecken, dann sollte die Blutung aufhören. Mancherorts wurden die Wiederichstängel, nachdem sie in Blut getaucht worden waren, an einem finsteren Ort aufbewahrt, dies sollte das Wiederaufbrechen einer Verletzung verhindern.

Blutweiderich – seine Identität kennenlernen.

Der Blutweiderich auch Blutkraut oder roter Weiderich genannt gehört zur Familie der Wiederichgewächsen (Lythraceae) und ist eine mehrjährige Pflanze, welche eine Wuchshöhe bis zu 150 cm erreichen kann. Die Pflanze besitzt einen aufrechten und kantigen Stängel. Seine Blätter sind länglich geformt und am Stängel paarweise und sitzend angeordnet. Die Blattnerven auf der Blattunterseite sind deutlich hervortretend. Der Blutweiderich hat 6 Blütenkronblättern und 12 Staubblätter und seine Frucht ist eine Kapsel. Man findet ihn an Bachufern, in feuchten Wiesen und Flachmooren.

Blutweiderich – die Ernte und Verwendung.

Die obstartig aromatischen Blüten des Blutwiederichs nutzt man von Ende Juni bis Anfang September ausgekocht zur Herstellung von rötlichen Süßspeisen, indem man den Blütensaft zu Sirup einkocht oder ihn unter Zucker mischt. Die Blüten kann man auch in kleinen Mengen roh essen. Die jungen Triebe und zarten Blätter im April und Mai ergeben eine leckere Salat- und Gemüsebeigabe. Im Mai gesammelte junge Stängel kann man schälen und als Pfannengemüse zubereiten. Später im Jahr wird das Kraut der Pflanze zu hart.

Blutweiderich – eine Heilpflanze ohnegleichen.

Wegen des hohen Gerbstoffgehaltes war die Pflanze zur Ledergerbung hoch begehrt, man kann braunes Haar damit spülen und erreicht hübsche Glanzeffekte. Das getrocknete Kraut wird als Tee arzneilich verwendet und gerne gegen Durchfall eingesetzt. Volksmedizinisch nutzt man es bei entzündlichen Erkrankungen der Magen- und Darmschleimhaut. In der Antike wurde der Blutweiderich sogar bei Ruhr und Typhus verwendet. Äußerlich kann er bei Hämorrhoiden. Ekzemen und zur Wundheilung genutzt werden. Außerdem hat sich sehr früh als Volksheilmittel durchgesetzt und hielt auch in die ersten Lehrbücher über Homöopathie Einzug. Das Kraut hat eine gewisse antibakterielle Wirkung bei Blutungen, Katarrh und Infektionskrankheiten. In der Erfahrungsmedizin ist die Notfall- Anwendung bei starken inneren Blutungen und bei zu starker Menses gebräuchlich, außer dem bei Weißfluss. Auch die Niere profitier vom Tee, egal ob man frisches oder getrocknetes Kraut verwendet. Bei Nasenbluten trinkt man den Tee und Spült mit der Abkochung.

HILDEGARD VON BINGEN:
Der Weiderich hat einen angenehmen Saft, und den schmerzenden Eingeweiden ist dieser wie eine angenehme Salbe. Zerstoße das Kraut und seinen Samen mäßig, und koche das in Wein und Honig, und seihe es durch ein Tuch, und trinke es oft.

Beinwell – lange Geschichte, viele Bräuche und Legenden.

Beinwell wurde bei Bräuchen eingesetzt, man grub die Wurzel aus, brach sie in zwei Teile, bandagierte sie und stellte sie in die Ecke. Ein Analogzauber, der des Kranken Genesung fördern sollte. Eine zweite Möglichkeit ist es, den Kot eines Bruchkranken gemeinsam mit einer Beinwellwurzel an der Ostecke des Hauses mit den Worten „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ zu vergraben. Sobald die Wurzel austreibt und das erste Blatt erscheint, ist der Bruch geheilt. Das Rezept kann auch bei Tieren angewandt werden. Das Bad in einem Absud der Wurzel soll dazu führen, dass junge Frauen ihre Jungfräulichkeit wiedererlangen. Beinwell hat sich seinen Namen als „Knochenheiler“ gemacht. Ein Name, den die alten Wundpflanze nicht ohne Grund trägt, denn Beinwell fördert das Zusammenwachsen gebrochener Knochen und hat wundheilende Eigenschaften.

Beinwell – erfahre mehr über seine Identität.

Der Beinwell gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) und ist eine mehrjährige Pflanze, welche eine Wuchshöhe bis zu 120 cm erreichen kann. Die Pflanze Beinwell ist ganz rau behaart und der Stängel kantig und am Rande geflügelt. Die Blätter sind hellgrün und können bis zu 30 cm lang werden. Die Stängelblätter haben einen herablaufenden Flügel und untere Blätter sind lang gestielt. Die Blüten können röhrenförmig bis glockenförmig werden und weißen eine rötlichviolette oder gelbliche Farbe auf. Die Blüten können 1 bis 2 cm lang werden. Der Beinwell weist einen sehr hohen Proteinanteil auf und sind biologisch sehr hochwertig. Der Beinwell hat seinen Namen von den Beinen, welchen er guttut. Die Wurzel beim Beinwell enthält die meisten Wirkstoffe, daher wird die Wurzel oft bei der Heilung verwendet. An Bachufern, Gewässerrändern, Gräben und in feuchten Gebüschen regelmäßig zu finden.

Beinwell – alles über die Ernte und Geschmack.

Bitte die Inhaltsstoffe beachten! Von Frühsommer bis Sommer zeigen sich die Blütenknospen und Blüten. Diese kann man direkt roh essen oder als Beigabe in Salaten verwenden. Junge, noch elastische Stängel und Triebspitzen verwendete man geschält und von Fasern befreit, um sie roh in Salate zu schneiden. Die Wurzel wurde von September bis ins Frühjahr bei ungefrorenem Boden geerntet, gesäubert und geschält und zuweilen in geringen Mengen roh gegessen. Gerne schnitt man sie auch in Würfel und hat sie dunkel geröstet, anschließend vermahlen und als Röstgetränk gekocht, wobei sie ein Kaffeesurrogat mit sehr weichem Geschmack ergeben. Der Grundgeschmack der Wurzel ist schwarzwurzelähnlich. Oberirdische Pflanzenteile schmecken im zarten Zustand gurkenartig, unverarbeitet sind sie etwas haarig.

Beinwell – die positive Heilwirkung auf die Gesundheit.

Bereits in der Antike nutzte man den Beinwell bei Wunden, Entzündungen und Knochenbrüchen. Verwendet werden Wurzeln und Kraut der Pflanze. Noch immer ist Beinwell ein verbreiteter und wirkungsvoller Bestandteil in Salben und Einreibemitten zur äußerlichen Anwendung bei Gelenkbeschwerden, Sehnenscheidenentzündungen, Gicht und Knochenbrüchen. Weitere Indikationen sind Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen, Blutergüsse, Venenentzündungen, Drüsenschwellungen und Brustdüsenentzündung. Volksmedizinisch wurde der Beinwell auch innerlich bei Rheuma, Bronchitis, Bauchfellentzündung und Parodontose eingesetzt. Die Pflanze ist aufgrund des Gehaltes an Pyrrolizidinalkaloiden in Misskredit geraten und werden nicht mehr innerlich genutzt.

Beinwellsaft
10 junge Beinwellblätter mit Wasser bedecken, mindestens 3 Stunden stehen lassen, dann im Mixer passieren und anschließend abseihen. Den Rückstand ausdrücken. Mit dem Saft von 2 Orangen vermengen und nach Geschmack mit etwas Wasser aufgießen.

Beinwelltinktur
Ein dunkles Glasgefäß locker mit getrockneten Wurzelteilen füllen. Mit starkem Obstbrand übergießen, bis alles bedeckt ist. 3 Wochen stehen lassen. (Trocknen von Wurzeln: Man reinigt die gegrabenen Wurzelstöcke, schneidet sie in Teile, fädelt diese wie Apfelringe auf eine Schnur und lässt sie in der Sonne oder im Halbschatten trocknen.

Beifuß – eine uralte und kostbare Heilpflanze.

Beifuß gehört zu den Johanniskräutern und ist eine Brautpflanze. Man flicht zur Sonnwendfeier einen Gürtel aus Beifuß, den man trägt und anschließend ins Sonnwendfeuer wirft. In der Glut sollen alle bösen Einflüsse verbrennen und Gesundheit für ein Jahr beschert werden. Müde Wanderer werden wieder munter, wenn sie in ihre Schuhe Beifußblätter legen. Wer Beifuß im Haus hat, dem kann der Teufel nichts anhaben. Der jungedlich-verführerischen Göttin Artemis geweiht, dienten seine Zweige im Altertum für die Herstellung von Liebeszaubern, dabei wurde mit Beifuß geräuchert, was eine euphorische und stimulierende Wirkung auslöst. Alle Beifuß- und Edelrauten-Arten sind magische Kräuter, die niemals mit Hexen in Verbindung gebracht, sondern immer nur weißmagisch verwendet wurden. Als Beigabe im Räuchermittel sind sie ein wirksamer Schutz gegen alle Mächte der Finsternis.

Beifuß – der Steckbrief.

Die Pflanze Beifuß gehört zur Familie der Korbblütler und erreicht eine Wuchshöhe bis zu 2,0 m.  Der Beifuß ist eine ausdauernde krautige Pflanze mit einem aufrechten spärlich behaarten Stängel. Derbe fiederteilige Laubblätter, meistens 2,5 – 5 cm lang und 2 – 3 cm breit. Die Blattoberseite ist grün und die Unterseite aufgrund von Behaarung grau-weißlich. Viele körbchenförmige Teilblütenstände innerhalb von rispigen Blütenständen. Die Blütenkörbchen sind weißlich-grau, gelblich oder rotbraun mit einer Höhe von 2,5 – 3,8 mm und einen Durchmesser von 2 – 3 mm. Die Blütenkörbchen enthalten nur fertile radiärsymmetrische Röhrenblüten. Die Hüllblätter sind eiförmig und filzig behaart. Die Pflanze ist oft an Wegrändern, Straßenrändern und Äckern anzutreffen.

Beifuß – die Ernte.

Von April bis Mai können vor der Blütenbildung die obersten 10 cm der Haupttriebe gut in der Küche verarbeitet werden. Auch die ganz jungen Triebe und Blätter des Gewöhnlichen Beifuß sind von April bis Mai noch mildaromatisch und wenig bitter. Im reiferen Zustand ist der Grundgeschmack der Pflanze aromatisch süßlich bis bitterwürzig. Die entblätterten, zum Teil auch schon verholzten Stängel, mitsamt den Blütenköpfen, lassen sich von Juli bis Oktober ernten.

Beifuß – ein breites Wirkungsspektrum.

Früher war der Beifuß eine wichtige Heilpflanze. Als Tee besitzt er eine entspannende Wirkung auf das Nervensystem und lindert Nervosität und Schlafstörungen. Der Beifuß wird auch gerne in der Frauenheilkunde eingesetzt. Er wirkt anregend und menstruationsfördernd bei schwacher Periode. Da er entkrampfend wirkt, hilft er auch gut bei schmerzhafter Periode. Er wirkt außerdem anregend auf die Verdauung und unterstützt die Bauchspeicheldrüse. Äußerlich verwendet am besten als warmes Fußbad wegen seiner wärmenden Eigenschaften bei Unterleibs- und Blasenkatarrhen, chronischen Eierstockentzündungen und Ausfluss. Ein mit der Pflanze angesetztes Öl wirkt bei müden Füßen und Rheumatismus. In der frühen Phase einer Schwangerschaft sollte man den Beifuß nicht verwenden, da er Fehlgeburten auslösen kann.

Beifußwein gegen Verdauungsstörungen
20 g Beifußblätter werden mit etwas Pfefferminze und Rosmarin vermischt und mit 0,75 Liter süßem Weißwein übergossen. 10 Tage in einem verschlossenen Gefäß ziehen lassen, abseihen und vor jeder Mahlzeit 1 Likörglas trinken.

Beifuß Tinktur gegen müde Füße
Geben Sie die 6 g frischen Blätter in ein dunkles Glas und geben Sie circa 200 ml Alkohol dazu. Für 4 Wochen an einen warmen sonnigen Platz stellen, jedoch einmal täglich schütteln. Dann durch einen Kaffeefilter absieben und auch die Blätter auspressen. Eine solche Tinktur gibt, in Wasser verdünnt, ein belebendes Fußbad. Müde Füße kann man mit der Tinktur einreiben.

HILDEGARD VON BINGEN:
Der Beifuß ist sehr warm. Er heilt kranke Eingeweide und wärmt den kranken Magen. Wenn jemand durch den Genuss von Speisen oder Getränken unter Magen- oder anderen Beschwerden leidet, sollte er sein Essen immer zusammen mit Beifuß kochen. Dieser nimmt die Fäulnis weg, die sich der Betroffene durch frühere Speisen und Getränke zugezogen hat.